Grußwort

Beim Einbruchschutz gilt eine einfache Regel: Je besser Wohnungen gesichert sind, desto eher schrecken tatbereite Personen vor einem Einbruch zurück. Das heißt nicht, dass Wohnungen wie eine Festung ausgebaut werden müssen. Vielmehr kann auf eine Vielzahl von technisch ausgereiften aber gleichzeitig optisch ansprechenden oder gar unauffälligen Lösungen gesetzt werden. Falls es doch zur Tat kommt, ist die Chance groß, dass die Handlung im Versuchsstadium stecken bleibt. Ein hoher Anteil an Versuchen weist also auf gut gesicherte Wohnungen hin.

 

In dieser Hinsicht ist Sachsen-Anhalt in den letzten Jahren ein gutes Stück vorangekommen. Deutlicher Beleg dafür ist die Entwicklung der einschlägigen Fallzahlen. So ist z. B. die Fallzahl der Einbrüche in Wohnungen von 2003 mit 2496 Fällen auf 2194 Fälle im Jahr 2005 zurückgegangen. Gleichzeitig ist der Anteil der im Versuchsstadium beendeten Einbrüche gestiegen. Lag der Versuchsanteil im Jahr 2003 noch bei 26,7 %, so wurden im vergangenen Jahr 2005 bereits 32,3 % der Einbruchsdelikte in Wohnungen im Versuchsstadium beendet.

Diese positive Entwicklung gilt es aufrechtzuerhalten. Einen wichtigen Beitrag leistet dabei die Qualitätsgemeinschaft "Das sichere Haus". Neben den angebotenen Informationen für Bauherren sind vor allem die Schulungsmaßnahmen für Baufirmen, Architekten und Bauingenieure zu nennen. Ich würde mich freuen, wenn von diesen Angeboten rege Gebrauch gemacht würde und sehe dies als einen Bau-stein an für das Ziel, bei weiterhin sinkenden Fallzahlen eine gleichzeitige Steigerung der im Versuchs-stadium abgebrochenen Delikte verzeichnen zu können.

Ihr

Holger Hövelmann
Minister des Inneren des Landes Sachsen-Anhalt

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